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16:25
Da bin ich mal ausnahmsweise nich nur beim lesen gestolpert. Ebenso "halte ich diese schwarze Utopie für übertrieben, werde es  aber aus den angedeuteten Gründen vermeiden mich aufs Glatteis einer Beweisführung zu begeben.."

"Er redet der Hoffnung zuliebe, [..] denn der Selbtsbetrug [..] stürzt das dienstbereite Individuum in Seinsverlegenheit [..] etwas stimmt nicht [..] schon schlägt der nächste Blitz ein und reist eine nie mehr zu schließende Lücke in den Bewußtseinstrom. [..] Die Zuckung der menschlichen Natur bieten jeglicher Exploration des gegenwärtigen Weltzustands, sie sei philosophischer, künstlerischer oder wissenschaftlicher Natur, einen ?Ariadnefaden dar. Sekunde durch Hirn. Mitten in einer ?Frivolitätsepoche passt ihm nach Norbert Elias. [...] Eine Handbewegung die sich in der Welt verliert, laute Sekunden, Wachzustände des Individuums, unschätzbares Material für eine Phänomenologie der Gegenwart, die sich den Nerv nicht ziehen lässt."

Das schreibt Wolfgang Engler im Editorial des Jahreskalenders vom Maxim Gorki Theater.

In der Phänomenologie geht es meines Wissens darum das implizite explizit zu machen und bei dieser Kunst hilft durchaus ein bewußt oberflächliches Betrachten, nicht gefolgt von weiterem Nachfragen um tonnenweise, spezifischer Komplexität erst einmal Wegzufegen. Daraufhin lässt sich das nach dieser Sicht Wesentliche auch mal herausstellen. Eine Meinung kann man dazu nicht haben, zum Weinen ist das ja -  dabei hilft dann zum Glück immer noch das Mittel auf der Schrippe.

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Schweinderl